Mi, 18. März 2026: Tag der Demokratiegeschichte

Zum ersten Mal begeht die Bundesrepublik am 18. März einen Tag der Demokratiegeschichte, einer Initiative der „Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte.“ Er steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Das Staatsoberhaupt in seinem Aufruf: „Kein Tag steht so sehr für des jahrhundertelange deutsche Ringen um Demokratie wie der 18. März.“

Aus Anlass dieses Erinnerungs-Tages hat der Verein „Baltringer Haufen- Freunde der Heimatgeschichte“ bei der vor Jahresfrist enthüllten „Freiheitsstatue“ auf dem Dorfplatz in Baltringen ein Banner zur Bedeutung des 18.März in der deutschen Geschichte platziert. Dort wird ausgeführt, dass am 18.März 1848 Barrikadenkämpfe in Berlin zur Märzrevolution, einem zentralen Moment des Kampfes für politische Mitbestimmung, führten. Zu einem denkwürdigen Tag wurde der 18.März 1990 für die heutigen neuen Bundesländer: Die einzige freie Wahl zur Volkskammer der DDR gewährleistete erstmals eine wirkliche Mitwirkung in der Politik.

Just nur wenige Tage vor dem 18.März hat das Bauernparlament aus Vertretern des Baltringer Haufens sowie des See- und Allgäuer Haufens im Jahre 1525 in Memmingen die Zwölf Artikel und die Bundesordnung beschlossen. Den Zusammenschluss der drei Haufen haben die Baltringer in die Wege geleitet. Die Zwölf Artikel wurden am 19.März 1525 zum ersten Mal gedruckt und werden als erste Menschenrechtserklärung betrachtet. Sie basieren auf den Beschwerdeschriften der Baltringer Bauern. Die Zwölf Artikel wurden von Sebastian Lotzer, dem Feldschreiber des Baltringer Haufens, verfasst. In der Bundesordnung umreißt das Bauernparlament die Idee einer oberschwäbischen Eidgenossenschaft und gewährleistet eine demokratische Mitwirkung auf regionaler Ebene. Die Bundesordnung wird von dem Bauernkriegshistoriker Peter Blickle als „Verfassungsentwurf“ bewertet. Bereits 14 Tage nach diesen Beschlüssen erklärte die Gegenseite der Bauern, der Schwäbische Bund, das Stillhalteabkommen mit den Bauern für beendet und eröffnete den Krieg.

Die Demokratisierung Deutschlands und die Beseitigung des Nationalsozialismus deklarierten die Siegermächte im Jahre 1945 als wichtigstes Ziel nach der Kapitulation Deutschlands. Diese Ziele wurde von den Westmächten konsequent verfolgt. „Der Auftrag von 1525 lautet heute,“ enden die Ausführungen auf dem Banner, „die mit dem Grundgesetz errungenen Rechte und Werte nicht zu gefährden, sondern zu verteidigen.“

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